Musikschule und VHS Unterföhring

In unmittelbarer Nachbarschaft zum S-Bahnhof soll Unterföhrings Neue Mitte entstehen, deren erster Baustein der 2019 fertiggestellte Neubau der Musik- und Volkshochschule ist. Der neue Stadtplatz wurde im Zuge des Neubaus bereits gestaltet und wird in Zukunft mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses und dem geplanten neuen Rathaus zentrale Funktionen der Gemeinde übernehmen.      Wo heute Dax Konzerne Ihren Firmensitz haben standen früher viele Ziegeleien. Das Gedächtnis vieler Bewohner Unterföhrings hat Erinnerungen an die mühselige Herstellung von Steinen aus gebranntem Lehm weshalb das neue Gebäude ein Kleid aus Backsteinen in leicht unterschiedlichen Farbtönen bekam. Sie spiegeln das bunte Leben im Inneren des Hauses wieder.

 

Mit seinen Sheddächern und dieser Zeigelfassade erinnert das Haus an eine Fabrik und assoziiert den Gedanken an analoges Handwerk und manuelle Gestaltungskraft. Die verwendeten Materialien tragen deshalb auch etwas Werkstattartiges, Körperliches, ja Sinnliches zur Schau und transportieren den Inhalt des Gebäudes, die Weiterbildung von Körper Geist und Seele in Form von Musik, Kunst und Bewegung nach Außen.
Das Raumprogramm der VHS und Musikschule umfasst auf über 7.000 qm neben Seminar- und Musikübungsräumen unter anderem Werkräume, große Bewegungs- und Tanzsäle, eine Lehrküche, Tonstudios, ein Malatelier und, im Anschluss an das Foyer, einen Konzertsaal für 200 Zuhörer für die Musikschule.

Verwaltungsräume sowie eine Tiefgarage mit 125 Stellplätzen ergänzen die Nutzungen.
Das tortenstückförmige Grundstück wurde auf 2 Geschossen in thematisch zusammenhängende Nutzungbereiche gegliedert, die sich um 3 begrünte Innenhöfe gruppieren welche es den Kursen ermöglich, ungestört auch im Freien zu arbeiten.
Ein heller, zum Großteil zweiseitig belichteter Flur, verbindet als innere Magistrale alle Nutzungsbereiche des Gebäudes, sorgt für einfache Orientierung und eine angenehme Lichtstimmung in dem großen Haus.

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BauherrGemeinde Unterföhring
BGF10.330 m²
Wettbewerb 1. Preis 2015
Fertigstellung 2019
Bauleitung kauba architektur
Fotos Ulrike Myrzik