Landratsamt Aalen

Das neue Landratsamt formuliert den Übergang des „urbanen Stadtraumes“ zum „urbanen Grünraum“. Die Blockrandstruktur des Viertels wird in ein Ensemble einzelner Kuben transformiert – letztlich entsteht eine Gruppe von Pavillons, die mit niedrigeren „Pergolen“ verbunden sind. Das Raumprogramm des neuen Landratsamtes erfordert ein hohes Raumvolumen. Dieses Volumen haben wir in kleinere Volumina zerlegt. Das dient nicht nur dem Stadtbild, sondern erleichtert auch die Orientierung im Inneren des Amtes. Es bilden sich mit den drei Häusern Adressen in denen die unterschiedlichen Dezernate zu Hause sind. Insgesamt stellt sich das LRA als Ensemble oder Gruppenform im Quartier dar.

 

 

 

 

Jedes der Häuser gruppiert sich um eine mehrgeschossige Halle. Diese Halle erfüllt mehrere Funktionen: Einmal ist sie räumliche Mitte des Dezernates - ein Ort für Kunden und Mitarbeiter. Zum Anderen dient sie als „Klima-Puffer-Zone“ und ist Teil des Energiekonzepts. Die Hof-Häuser liegen alle an einem inneren Erschließungsweg. Die Hallenräume sind Orte an diesem Weg und formulieren einen inneren Stadtraum - das neue Landratsamt wird eine kleine Stadt. Das neue Gebäude ist als Holzbau geplant, der auf einem massiven Untergeschoss ruht. Entsprechend dazu ist der Charakter der Fassade durch Holz geprägt.

Der Grünzug am Kocher wird als öffentlich nutzbarer, parkartiger Grünraum entwickelt, der gleichzeitig der Pausenerholung dient. Innerhalb des Freiraumsystems hat das Landratsamt zwei unterschiedliche Seiten: die städtisch geprägte und gestaltete Nordseite und die landschaftlich geprägte ruhige Südseite. Das Gebäude öffnet sich zum Kocher hin, die Klimahallen stellen die Verbindung zum Außenraum her.
Der dezidiert öffentliche Charakter der Freiflächen entspricht dem formulierten Anspruch der Transparenz und Bürgernähe.

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BauherrOstalbkreis
BauweiseHolz-Hybrid
Wettbewerb 2018 (1. Preis)