Studentenwohnheim Schwere-Reiterstraße

Studentischer Wohnraum ist knapp in München. Hier unser Beitrag zur Verbesserung der Lage: Ein Neubau in Schwabing-West, in Holzbauweise mit 241 Wohnplätzen, der das bestehende Studentenwohnheim ergänzt. Es wird nach heutigem Stand wohl der höchste Holzbau in München sein. Um die Straßenfront entlang der Schwere-Reiter-Straße aufzulockern entstehen zwei Häuser fünfstöckig und achtstöckig, die durch ein eingeschossiges Sockelgeschoss verbunden sind.
Den Dachgarten über dem Sockelgeschoss kann man sowohl direkt von den Wohngebäuden im 1. Obergeschoss aus als auch über eine großzügige Treppe vom Hof her betreten. Ein Sonnendeck, Liegewiese und Hochbeete laden zum Treffen, Lesen und Entspannen ein. Der Kochsalon bietet im 6. Obergeschoss Raum für gemeinsames kochen und feiern. Neben Einzelapartments mit Bad und Küche sind Zweierapartments, 3er WGs sowie barrierefreie und Eltern-Kind Apartments in dem neuen Studentenwohnheim geplant.

Kurzbeschreibung:

  • 2 unterschiedlich hohe Baukörper: VI + VIII, (unter HH-Grenze) Ostturm mit 7 Geschossen FFB oberster Aufenthaltsraum 22 m; hier: 21,10
  • erdgeschossige Sockelzone mit Terrasse
  • Aussentreppe und Innentreppen
  • Bauflucht aufgenommen
  • kein durchgehender Baukörper wegen Licht und Bauflucht
  • gemeinsamer Hof und gemeinsame Dachterrasse mit unterschiedlichen Charakteren und Qualitäten
  • 241 Wohnplätze + 5 Kinder
  • 153 App mit Kü/Bad
  • 14 3er WG (36)
  • 16 2er WG (32)
  • 4 barrierefrei
  • 10 Eltern Kind
  • Freizeiträume

Brandschutz:

  • Gebäudeklasse 5/Studenten: ungeregelter Sonderbau
  • 2 bauliche Rettungswege Beton – direkt ins Freie – Schachteltreppe 
  • Stichflure mit 15 m
  • sonst F90 B
  • jede 2. Wand zwischen App’s als Trennwand gem §27 feuerhemmend
  • Aussenwände REI 30 mit Brandriegeln
  • automatische Brandmeldeanlage

Fassade:

  • Holzbeplankt/Farbkonzept
  • Gesimsartig ausgebildete Brandriegel mit Metallauflage

Energie:

  • ENEV 2016 – KFW 55
  • Fernheizung/HZK
  • WW über Frischwasserstation
  • Sommerlicher Wärmeschutz:: Nachtauskühlung/Vorhänge
  • Zuluft Aussenwand – Abluft WC mit WRG
  • 1067 cbm Bauholz = 960 to CO2 eingelagert (und möglichst neu aufgeforstet)
  • 1716 cbm Beton nicht verbaut = 17 to CO2 eingespart

Mobilitätskonzept:

  • 49 Stellplätze
  • 496 Fahrradstellplätze
  • Weniger eigenes Auto: 97 Parkplätze gefordert,
    49 sollen umgesetzt werden möglich weil: Nutzer Bafög/ können sich kein Auto leisten Studenten aus fernen Ländern kommen ohne Auto und kaufen sich keins für 1 Jahr
    Bestätigt durch die Erfahrung des StWM Statt leeren Parkplätzen (Tiefgarage würde 2,5 Mio Euro kosten)
    Werden mehr Wohnplätze geschaffen Dafür: Ausbau Carsharing (in Verhandlung mit Stattauto etc)
Recourcenbewußtes Bauen:
Verbau von 1.750 m3 heimischem Fichtenholz = Speicherung von 1.600 to CO2 (Faktor 0,9) = 1.100 Jahre Auto fahren 10 facher Energieverbrauch für Herstellung in Beton GEBÄUDE
– resourcenbewußtes Nutzen Urban Garderning/ Permakultur, Extensive Begrünung auf den Dächern Beheizung: Fernwärme MENSCHEN –
resourcenschonende Mobilität/ Minimierung des täglich ökologischen Fußabdrucks
Einbezug des öffentlichen Nahverkehrs

Wettbewerb:
1. Preis 2017

Bauweise:
Massivholzbauweise
Erdgeschoss und Treppenhaus Massivbau

BGF/  BRI
10.000/ 30.000

Team Architektur, Brandschutz hirner & riehl architekten und stadtplaner:
Martin Hirner, Martin Riehl, Jens Brückner, Martin Bogenrieder, Iva Beleva, Margret Zellbeck, Steffen Müller, Mareike Körner

Tragwerksplanung:
Sailer Stepan und Partner, München

Landschaftsarchitektur:
lab Landschaftsarchitektur brenner, Landshut

Bauphysik EnEV EEWärmeG + Schallschutz / Akustik:
IB Bauphysik & Akustik, Göppingen

Heizung, Lüftung, Sanitär:
Konrad Huber, München

Elektroplanung:
VE plan, Pfaffenhofen